Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie

Der Entwurf vermittelt die Geschichte des Checkpoint Charlie nicht durch historisch exakte Rekonstruktionen, sondern durch räumlich und körperlich erfahrbare Situationen. Im Zentrum stehen die Themen Leere, Durchgang und Ausblick als Sinnbilder der Berliner Mauer und ihrer Auswirkungen auf die Stadt.

Die radikale Leere des Ortes verweist auf die städtebaulichen Brüche Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg sowie auf die Zäsur des Grenzstreifens. Ein artifiziell wirkender grüner Rasen entzieht den Ort seinem urbanen Kontext und schafft einen offenen Raum für Erinnerung und Versammlung.

Die Anhebung des Geländes ermöglicht einen Tunnel, der den Moment des Grenzübertritts räumlich erfahrbar macht. Im Inneren des Hügels befindet sich ein Informations- und Ausstellungsraum mit Relikten des Checkpoint Charlie – eine Art Reliktkammer der verschwundenen Mauer.

Von der erhöhten Landschaft eröffnet sich schließlich erneut der Blick nach Süden und Norden beziehungsweise nach Ost- und Westberlin. Der einst versperrte Ausblick öffnet sich wieder und erinnert an die historische Teilung der Stadt.